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Das psychodynamische Erstgespräch

Freitag 05.01.2018 15:00-20:00 Uhr
Dr. med. Christian Stock

Im Erstgespräch treffen die Welt des Therapeuten und die Welt des Patienten aufeinander. Der eine ist Spiegel, der andere wird gespiegelt und weiß nicht, was auf ihn zukommt. Aber auch der Therapeut weiß trotz seiner Erfahrung nicht, welche Welt er diesmal betritt und wird immer wieder überrascht.  Der Patient erfährt sich selbst in der Reflektion, etwas, was er bis dahin noch nie gemacht hat. Geht er in die Regression. oder macht er dabei Fortschritte? Unweigerlich entsteht eine Bindung und eine Beziehung (oder auch nicht), die den Anspruch hat, „korrigierend“ zu sein und anders als bisherige Beziehungserfahrungen abzulaufen („szenischer Verlauf“). Manche Autoren sprechen sogar vom „Reparenting“. Und neben der verbalen Kontaktaufnahme passiert ganz viel auf der nonverbalen Ebene unter der Bewußtseinsschwelle (auch das muß der Therapeut im Auge behalten). Die Aufmerksamkeit des Patienten wird nach innen gelenkt, anders als sonst, wo sie eher nach aussen gerichtet ist. Der Therapeut muß sachliche Daten erheben („objektiv“), aber auch widersprüchliche und neurotische Verhaltensweisen („subjektiv“) bewußt machen, hinterfragen und verstehen. Er fungiert vielleicht als Hilfs-Ich, vielleicht muß er auch nur ordnen und sortieren. Es findet eine Art Tanz statt. Der Therapeut führt und wird geführt, er muß seine professionelle Rolle wahren und dennoch die Freiheit des Patienten respektieren. Letztendlich findet also ein Kontakt auf mehreren Ebenen statt mit offenem Ausgang.

Im Erstinterview werden somit die Weichen gestellt für ein gutes Gelingen einer Therapie. Das Seminar will die verschiedenen Facetten beleuchten und ergründen, die sich dabei ergeben:

Wie geschieht die Beziehungsgestaltung? Wie ist das Strukturniveau des Patienten auf den ersten Blick? Wie sind die Therapievoraussetzungen (günstig oder ungünstig)? Wie geht der Therapeut mit Widerständen um? Was wären „vernünftige“ und „unvernünftige“ Therapieziele und wo liegt orientierend der Konflikt des Patienten? Was ist überhaupt der Auftrag (explizit und implizit?) Wie schwer ist die Störung? Wie die Prognose? Wann wird konfrontiert, wann geklärt, wann gedeutet? Wie ist gutes Timing zu verstehen? Welche Fragen stellt man? Welche Fragen lässt man sich stellen? Welche Fragen stellt man nicht, oder erst später? Welche organischen und psychiatrischen Krankheiten müssen berücksichtigt werden? Welche Ressourcen hat der Patient (Psychosoziales Umfeld)? Wann lehne ich einen Fall ab? Wie mache ich die Behandlungsplanung?

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Einführung in die klinische Entwicklungspsychologie

Samstag 06.01.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Georg Driesch

Es ist ein Verdienst der Psychoanalyse, die Bedeutung der Kindheit für das psychische Erleben und Verhalten von Erwachsenen hervorgehobenen zu haben. „Die Idee einer bedeutsamen Vergangenheit ist das Alpha und Omega der Psychoanalyse. Ihr gesamtes begriffliches Grundgerüst […] ist ohne Bezug auf die Vergangenheit nicht denkbar.“ (Dornes M, 2004, S. 149). Andererseits wurde ihr diese „Kindheitslastigkeit“ immer wieder vorgeworfen. Doch was genau findet zwischen der Geburt und dem 18. Lebensjahr statt? Und endet die Entwicklungspsychologie mit dem Erwachsenwerden? Welche Theorien gibt es zur Entwicklungspsychologie? Wie immer beginnen wir mit Sigmund Freud und seiner Phasentheorie (oral, anal, …) und wenden uns dann anderen Theorien zu. Wichtig ist die Verbindung vom Hier und Jetzt des Erwachsenen als Patienten und dem Dort und Damals seiner Beziehungserfahrungen als Kind.

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Psychische Auswirkungen des zweiten Weltkriegs und seine Bedeutung für die PT mit Kriegskindern und -enkeln

Freitag 12.01.2018 15:00-20:00 Uhr
Dipl.-Psych. Georg Rehm

Der zweite Weltkrieg ist an den davon betroffenen Menschen in der Regel nicht spurlos vorübergegangen. Menschen sind zu Tätern, zu Opfer oder beidem geworden. Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können Einfluss auf die psychische Befindlichkeit, Gesundheit und Beziehungsverhalten gehabt haben. Es kann die familiäre Atmosphäre, den Umgang miteinander, familiäre Überzeugungen beeinflusst haben. Oft wurde darüber wenig oder nicht gesprochen. Die möglichen Nachwirkungen der Kriegs- und Nachkriegserfahrungen können bis in die Generation der heute 20ig bis 40ig-jährigen Menschen hineinwirken.
In dem Seminar soll Wissen über die möglichen psychischen Auswirkungen des zweiten Weltkriegs vermittelt werden. In Zweiergruppen soll wechselseitig die Familiengeschichte mit Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs erfragt werden. Die Ergebnisse bzw. Erfahrungen sollen in der Gruppe zusammengetragen werden. Ableitungen für die eigene therapeutische Praxis sollen gemeinsam erarbeitet bzw. erschlossen werden.
Voraussetzung für das Seminar ist vorab die Bearbeitung der angehängten Fragen über die eigene Familiengeschichte.
Der Seminarleiter arbeitet in einer psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene. Seit mehreren Jahren erhebt er die Anamnese unter besonderer Berücksichtigung des Zweiten Weltkriegs. Für die therapeutische Arbeit erwies sich das insgesamt als sehr hilfreich.

Fragen, die von jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer vorab geklärt werden sollen

Von folgenden Personen sollen Geburts- und Sterbedatum, Geburtsort, wo aufgewachsen unter welchen Bedingungen und wie das Bindungsverhalten von den Erwachsenen zu den Kinder war (war Körperkontakt möglich, wurden die Kinder geschlagen) soweit wie möglich erfragt werden:

Eltern, Großeltern, wenn möglich auch Urgroßeltern (bei allen wenn möglich auch erfragen wie viele Geschwister, wer psychisch erkrankt, wer im oder durch den Krieg verstorben, vermisst)Im Besonderen soll bei den Angehörigen, die zwischen 1933-1945 gelebt haben, erfragt bzw. herausgefunden werden, wo sie während des zweiten Weltkriegs waren, was sie gemacht haben, wie sie zu dem Nationalsozialsmus gestanden haben....Wenn sie in der Wehrmacht gewesen sind, welchen Dienstgrad hatten sie, in welchen Ländern sind sie gewesen, was haben sie genau gemacht? Waren sie nach dem Krieg in Kriegsgefangenschaft und wenn ja wo (soweit das noch möglich ist herauszufinden)?Bei den Angehörigen, die zwischen 1945 und 1955 geboren sind.Wo haben sie unter welchen Bedingungen gelebt? Was, wen hat die Familie durch den Krieg verloren? Wie war der familiäre Umgang mit dem Krieg, dem Nationalsozialsmus? Gab es Familienangehörige, die Fluchterfahrungen haben, die Flüchtlinge waren?

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Selbstwertanalyse

Samstag 13.01.2018 09:30-16:30 Uhr
Heinz-Peter Röhr

Fast allen psychischen Erkrankungen, die keine biologisch-/organischen Ursachen haben, liegt ein gestörtes Selbstwertgefühl zu Grunde. Die Selbstwertanalyse ist eine leicht verständliche Methode, die verschiedene psychotherapeutische Ansätze in einen sinnvollen Zusammenhang bringt. Mit ihrer Hilfe gelingt es, einen raschen Zugang zu tiefen Störungen des Selbstwertgefühls zu gewinnen.  Patienten lernen die negativen inneren Programmierungen zu verstehen, die ihren Selbstwert untergraben, welche Scheinlösungen emotionale Probleme zementieren und wie sie sinnvolle Alternativen selbst zur Anwendung bringen.

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Prüfungsvorbereitung: TP /AP für die schriftliche Prüfung

Samstag 20.01.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Kathrin Gläsener

Das Seminar richtet sich an AusbildungskollegenInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Wir werden die theoretischen Grundlagen der psychodynamischen Verfahren prüfungsrelevant erarbeiten. Dazu gehören die unterschiedlichen analytischen Schulen sowie deren zentrale Konzepte, außerdem Diagnostik und Behandlungstechnik.

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Diagnostik & Therapie der Angststörung (Allgemein und Vertiefung)

Freitag 26.01.2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 27.01.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Georg Driesch

Ängste hat jeder Mensch, Ängste kennt jeder Mensch. Sie gehören zur „natürlichen Disposition des Menschen“ (Bowlby). Klinisch pathologisch relevant werden Ängste, die zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen, wenn sie zu stark oder seltener, wenn sie zu schwach ausgeprägt sind. Im Seminar werden die aktuelle Klassifikation der Angststörungen (ICD-10) psychodynamische Angstmodelle und spezifische psychodynamische Therapiemöglichkeiten vorgestellt. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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Prüfungsvorbereitung: Diagnostik nach ICD-10 u. psychopathologischer Befund

Samstag 27.01.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Kathrin Gläsener

Das Seminar richtet sich an AusbildungskollegInnen, die sich auf die schriftliche Approbationsprüfung vorbereiten wollen. Sie werden einen Überblick bekommen über die Themenbereiche "Psychischer Befund" und ICD-Diagnosen der Kapitel F0-F7. Ich werde den Fokus darauf legen, Ihnen Prüfungswissen aufbauend auf Ihrem sowieso schon bestehenden Wissen über Diagnosestellung im klinischen Alltag zu vermitteln. Bitte bringen Sie ihr ICD-10 mit - egal ob rot oder blau.

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Prüfungsvorbereitung: Verhaltenstherapie für TP´ler

Sonntag 28.01.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Meike Schröder

Im Seminar werden die Grundbegriffe und Konzepte der Verhaltenstherapie wiederholt sowie daraus resultierende Annahmen zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen dargestellt. Aus diesen ergeben sich auch die Ansatzpunkte der verhaltenstherapeutischen Therapieverfahren, welche im Seminar behandelt werden.

Schwerpunkte werden dabei auf die bisher in den Prüfungen gefragten Inhalte und einen Überblick über die relevanten Begriffe gelegt. So soll es möglich werden, die Fragen zum verhaltenstherapeutischen Teil in der Prüfung zu verstehen und zutreffend zu beantworten. Wir werden es leider nicht schaffen, alle Inhalte in der Tiefe zu behandeln oder für unsere tägliche Praxis anwendbar zu machen. Ziel ist aber möglichst alle Fragen der TeilnehmerInnen zu klären und sicherheitsgebende Herangehensweisen für die Prüfung zu entwickeln.

Nach einem Theorieblock werden daher auch an das IMPP angelehnte Prüfungsfragen bearbeitet und die Antworten im Anschluss ausführlich besprochen.

Vorkenntnisse in Verhaltenstherapie sind hilfreich. Zur Prüfungsvorbereitung und bei Bedarf auch groben Orientierung vor dem Seminar empfiehlt sich zum Beispiel Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die schriftlichen Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von Kandale & Rugenstein, DPV, 2016.

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Prüfungsvorbereitung: Berufsethik und Berufsrecht

Freitag 02.02.2018 15:00-20:00 Uhr
Prof. Dr. Corinna Grühn

Dieses Seminar dient der  Prüfungsvorbereitung für den Bereich Berufsethik und Berufsrecht. Die in den vorhergehenden rechtlichen Seminaren erworbenen Kenntnisse werden wiederholt und vertieft. Themen werden entsprechend die rechtlichen Grundlagen für die Ausübung der Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut bzw. -therapeutin sein, die Organisationsstrukturen und das sozialtstaatliche System. Methodisch wird im Plenum, in Kleingruppenarbeit bzw. Einzelarbeit  der Prüfungsgegenstand erschlossen.

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Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)

Samstag 03.02.2018 09:30-17:00 Uhr
Dipl.-Psych. et. Theol. Eva-Maria Einig

Die Katathym Imaginative Psychotherapie ist eine tiefenpsychologisch fundierte, integrative Psychotherapiemethode. Kennzeichnendes therapeutisches Element sind dialogisch begleitete Imaginationen, in denen sich symbolisch-bildhaft die Wünsche, Ängste, Konflikte, Abwehrstrukturen und Übertragungsangebote der Patienten darstellen. Das Verfahren eignet sich auch besonders für die therapeutische Arbeit mit  Kindern und Jugendlichen. Die Imaginationsebene dient als geschützter Entwicklungsraum, in dem eine Ausdifferenzierung von Ich-Funktionen, Arbeit an Konflikten, Stärkung des Selbst und Erprobung von Neuen möglich wird. Durch die wiederkehrende Abfolge von Imagination,  bildnerischer Gestaltung und Gespräch wird das unbewusste Material verdeutlicht und durchgearbeitet. Besonders indiziert ist die Anwendung bei Anpassungs- und reaktiven Störungen, psychosomatischen Erkrankungen, Angststörungen, Traumatisierungen und in der Nachentwicklung bei affektiven Störungen. KIP lässt sich auch gut mit systemischen, verhaltens- oder hypnotherapeutischen Behandlungsstrategien verbinden. KIP ist in der Richtlinien Psychotherapie als Methode der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie TP anerkannt.

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Dokumentation, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Psychotherapie

Freitag 09.02.2018 15:00-20:00 Uhr
Dipll.-Psych. Diana Moritz

Das Seminar informiert über das Dokumentationswesen in der ambulanten Psychotherapie und die Richtlinien des Patientenrechtegesetzes. Zudem werden Methoden der Evaluation psychotherapeutischer Arbeit sowie der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements in der psychotherapeutischen Praxis vorgestellt.

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Arbeit mit der Biographie

Samstag 10.02.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Christiane Sanders

Als tiefenpsychologisch arbeitende  Therapeuten  ist das Verstehen des Patienten aus seiner Biographie heraus elementar. Wir sind darauf angewiesen, uns ein möglichst objektives Bild davon zu machen, wie der Pat. aufgewachsen ist, aber auch davon, wie sich diese Erfahrungen im Pat. innerpsychisch abgebildet haben.  Die ganze Lebensgeschichte lässt sich als Lerngeschichte auffassen, in der einmal Gelerntens auf neue Situationen übertragen wird. Frühe Lernmuster, die unter bestimmten biographischen Bedingungen eingeübt wurden – nicht selten als „Notmuster“ – wirken im Erwachsenenleben der Patienten jedoch zuweilen dysfunktional und weitere Entwicklung verhindernd. 

Im Seminar werde ich mithilfe von Demonstrationen zeigen, wie Sie auf  Abwehr reduzierende und ressourcenorientierte Weise mit biographischen Szenarien der Patienten in Kontakt kommen und Veränderungen der alten Muster gemeinsam mit dem Patienten bewirken  können.

Als Einstiegshilfe werde ich eine kleine Symbolsammlung zur Verfügung stellen. Das Bildmaterial ermöglicht ein schnelles in Kontakt kommen mit emotional getönten Erinnerungen und wirkt gleichzeitig in der Symbolisierung schützend.

Das Seminar ist selbsterfahrungsorientiert und ich benötige einige Protagonisten, die entweder an eigenem Material arbeiten wollen, oder auch einen Patienten vorstellen.

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Perversion

Freitag 16.02.2018 15:00-20:00 Uhr
Dr. med. Gerhard Paar

Es gibt bestimmte Diagnosen, deren Kriterien sich auffällig schnell ändern, während andere bis auf Details konstant bleiben. Zu ersteren gehört die Perversion. Diese hat in der Begriffsgeschichte der Psychiatrie viele Wandlungen durchgemacht. Immer wieder wurde vergeblich definitorisch versucht, einen Grenzzaun zu ziehen. Das Kreative in der Perversion liegt in der proteushaften Gestalt und dem Überschreiten von Grenzen. Die klinischen Subtypen der Perversion wandeln sich ebenfalls, je nach gesellschaftlichem Kontext und historischer Entwicklung. Gehörte bis vor wenigen Jahrzehnten Homosexualität auch zu den Perversionen, hat der Mainstream in der Entwicklung zu größerer Toleranz mittlerweile einen homoerotischen Lebensstil akzeptiert und damit entfällt die Diagnose. Die Frage bleibt, was heute pervers ist. Dazu wird eine begrenzte Definition vorgelegt, die (sexuelle) Gewalt gegen nicht-menschliche Objekte, Tiere, Erwachsene und Kinder in den Mittelpunkt stellt. Daraus resultiert, dass Männer und Frauen (sicher die kleinere Gruppe) sich gegen sich selbst und gegen den Partner pervers verhalten können. Perversion ist keine reine Männerstörung, so gibt es spezielle Formen der Perversion bei Frauen (siehe Estela V. Welldon). Im weiteren Verlauf des Seminars soll „das Perverse“ an Hand von Fantasien und Handlungen untersucht werden, bspw. an Balthus‘ Mädchenbildern. Gerade an Gemälden, Literatur, Film und Musik lässt sich besser verhandeln, was Menschen, ihre Gefühle und ihre Moral ausmacht. Die Behandlungstechnik bei perversen Problematiken wird an klinischen Vignetten untersucht. Perversion als klinische Behandlungsentität bleibt in der ambulanten Praxis ein verstecktes (seltenes?) Behandlungsfeld, die „Near-Perversions“ zeigen sich in allen Behandlungsfeldern.

Literatur:Fogel, G.J., Myers, W.A. (1991) Perversions and Near-Perversions in Clinical Practice. New Haven: Yale University PressMorgenthaler, F. (1984) Homosexualität, Heterosexualität, Perversion. Gießen: PsychosozialStoller, R.J. (1979) Perversion. Die erotische Form von Haß. Hamburg: RowohltWelldon, E.V. (2014) Perversionen der Frau. Gießen: Psychosozial

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Testverfahren in der klinischen Diagnostik – theoretische und praktische Einblicke

Samstag 17.02.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Katrin Upmann

Durch praktische Erprobung und theoretische Einheiten will das Seminar eine erste Annäherung an folgende Fragen liefern:
Wie verläuft der diagnostische Prozess? Fragebogen, Tests, Interviews – welches sind die gängigen Verfahren im klinischen Bereich und wann setzte ich sie ein? Unterscheidungen zwischen global und spezifisch,  psychometrisch und projektiv, …? Was ist bei der Testdurchführung, Auswertung und Interpretation - auch im Hinblick auf die Behandlungsplanung - zu beachten?
Im Seminar wird Diagnostik als Beziehungsgeschehen verstanden und die Haltung der DiagnostikerIn in den Blick genommen.

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Prüfungsvorbereitung: Statistik und Evaluation

Samstag 17.02.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Claudia Pudel

Dieses Seminar soll Ihnen helfen sich auf die Prüfungsfragen im Bereich Statistik und Evaluation vorzubereiten. Die geschieht an Hand der Erfahrungen und Rückmeldungen bisheriger Prüfungsabsolventen.

Das Seminar gliedert sich in 3 Teile.

1.     Teil Grundlagenaspekte

2.     Teil Forschungsprozess, Epidemiologische Methoden / Studientypen

3.     Teil einzelne Aspekte der Datenauswertung

Angaben zur Dozentin:
Dipl. Psych. Claudia Pudel
Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapie, zurzeit in klinischer Anstellung

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Neuropsychologie in der ambulanten Praxis

Freitag 23.02.2018 15:00-20:00 Uhr
Dipl.-Psych. Gabriele Kroll

Neuropsychologie eine „alte“ Fachdisziplin; seit Februar 2012 ist die neuropsychologische Therapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden. Mit dieser Entscheidung verbessert sich die Versorgung von Menschen mit erworbenen Schädigungen des Gehirns erheblich. Im Rahmen des Seminars sollen hierzu einige Informationen und Rahmenbedingungen für die ambulante Tätigkeit gegeben werden. 

Das Seminar ist wie folgt gegliedert:

-       neuronale Korrelate und Neuropsychologie psychischer Störungen – ein Ausschnitt

-       häufig vorkommende neurologische Erkrankungen

-       neuropsychologische Leistungsstörungen

-       neuropsychologische diagnostische Verfahren

-       neuropsychologische therapeutische Ansätze

Weitere therapeutische Aspekte wie z. B. die Arbeit mit Angehörigen, umfassende Begleitung des/der Betroffenen, Thema Fahrfähigkeit werden begleitend einfließen.

Je nach Kenntnisstand der TeilnehmerInnen können manche Inhalte verkürzt und manche vertieft werden.

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Diagnostik und Therapie Dissoziativer Bewusstseinsstörungen

Samstag 24.02.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Georg Driesch

Dissoziation, Bewusstseinsspaltung, Hysterie, Trance, Hypnoid, Traum und andere Begriffe mehr beschäftigten die Menschen schon immer. In der Psychiatriegeschichte begann die wissenschaftliche Untersuchung der dissoziativen Bewusstseinsstörungen in Frankreich im 19. Jahrhundert (Pierre Janet 1859-1947). Seit der Einführung des DSM-III (1980) werden dissoziative Phänomene aus unterschiedlichen Blickwinkeln neu untersucht und als Abwehrmechanismus, als Konversionsstörung, als Traumafolgestörung etc. verstanden.

Im Seminar werden die dissoziativen Störungen klinisch beschrieben, ätiologische Konzepte vorgestellt und die psychodynamische Psychotherapie zusammenfassend dargestellt. Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene.

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Achtsamkeit - Einführung MBSR

Freitag 02.03.2018 15:00-20:00 Uhr
Dr. med. Christian Stock

Achtsamkeitsübungen haben seit den 80er Jahren Einzug in die moderne Psychotherapie gehalten.

Neben einer differenzierteren Körperwahrnehmung und Selbstregulation geht es in der Achtsamkeitstherapie darum, eine neue Lebenseinstellung zu erlernen: „Sich dem unmittelbaren Augenblick mit einer nicht-wertenden, annehmenden Haltung zuzuwenden – dem, was man gerade fühlt, denkt oder tut, ohne in Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplanungen gefangen zu sein. Man schult sich darin, einverstanden zu sein, mit dem, was gerade ist – unabhängig davon, ob eine Situation als angenehm oder unangenehm empfunden wird.“ Durch die so trainierte Grundhaltung der „Desidentifikation“ eröffnet sich dem Übenden eine neue Balance zwischen akzeptierendem „Sein“ (Dinge so nehmen, wie sie sind) und aktivem „Tun“ (Zielorientiertes Handeln).

Das ursprünglich von Jon Kabat Zinn entwickelte Programm MBSR steht für: "Mindfulness based stress reduction". In dem Kurzseminar erfolgt  eine Einführung in das Gebiet der Achtsamkeitsmeditation mit kleineren Übungen im Sinne der Selbsterfahrung. Es wird außerdem kurz dargestellt, wie das umfangreiche achtwöchige amerikanische Original-Programm auf psychosomatische und psychiatrische Kliniken übertragen werden kann (natürlich in abgespeckter Form).

Hinzu kommt ein kurzer Exkurs zu neueren „Spin-offs“ und Weiterentwicklungen der Achtsamkeitstherapie wie: MBCT, ACT und Selbstmitgefühl (self-compassion).

Literatur:

Stock, Christian, Achtsamkeitsmeditation, Trias Verlag, Stuttgart, 2012

Kabat-Zinn, Jon, Gesund durch Meditation, Knaur TB Verlag, München, 2011

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Was ist psychodynamisches Denken?

Samstag 03.03.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Julia Drever, Dipl.-Psych. Kerstin Friedrich

In diesem Seminar soll es um zentrale Begrifflichkeiten der psychodynamischen Therapieansätze gehen. Dabei werden sowohl das Menschenbild, die Annahmen der  Psychodynamik als auch Behandlungsmethoden anhand von Übungen und Beispielen beleuchtet.  

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Psychopharmakologie II: Neuroleptika

Freitag 09.03.2018 15:00-20:00 Uhr
Dr. med. Barbara Rogmans

Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Antidepressiva und Neuroleptika. Wir besprechen ihre Klassifikation, ihre Wirkmechanismen, Grundlagen der Pharmakokinetik, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen. Welche Erkrankungen können mit Antidepressiva und Neuroleptika behandelt werden? Wonach wählt man ein Präparat aus? Wie dosiert man? Wie kombiniert man? Was tut man, wenn das Medikament nicht ausreichend wirkt? Ab wann sind Wirkungen und Nebenwirkungen  zu erwarten? Welches Medikament ist für wen geeignet  bzw. kontraindiziert? Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Substanzgruppen? Was kann man tun bei Nebenwirkungen?
Es werden Kenntnisse vermittelt zu den verschiedenen Klassen der Antidepressiva mit ihren wichtigsten Vertretern und ihrem Einsatz in der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Schmerzstörungen und Schlafstörungen.
Sie lernen Antipsychotika kennen in der Akutbehandlung und zur Rezidivprophylaxe der Schizophrenien. Daneben beschäftigen wir uns mit ihrem Einsatz bei akuten Manien, wahnhaften Depressionen, akuten Erregungszuständen, Unruhe, Schlafstörungen und bei anderen psychotischen Störungen.
Was sind hochpotente und was sind niederpotente Neuroleptika? Was sind klassische, was atypische Neuroleptika? Wodurch unterscheiden sich diese Substanzen? Was sind die jeweiligen Besonderheiten? Welche Darreichungsform ist wann sinnvoll (Tabletten, Tropfen, Spritze, Depotmedikament). Was ist ein sinnvolles Nebenwirkungsmanagement?

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Gruppenfachkunde

Samstag 10.03.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. phil. Corinna Lange

In diesem Seminar werden wir die Grundlagen verschiedener gruppenpsycho-therapeutischen Ansätze kennenlernen, um so die Auswirkungen von Interventionen des Gruppenleiters auf die Dynamik in der Gruppe besser einschätzen zu können. Zudem werden die Vorteile gegenüber der Einzeltherapie sowie die allgemeinen Wirkfaktoren von Gruppenpsychotherapien herausgearbeitet.

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Projektiven Testverfahren „Papa ist ein Elefant“

Freitag 16.03.2018 15:00-20:00 Uhr
Dipl.-Psych. Peter Binert

In dem Seminar soll in aktiven Übungen ein Einblick in die Durchführung und Wirkung von projektiven Verfahren gegeben werden. Hierbei werden sowohl interaktive Verfahren vorgestellt, an denen Therapeut und Patient teilnehmen als auch Verfahren, die nur vom Patienten alleine durchgeführt werden. Diese Form der Diagnostik bietet sich für alle Altersgruppen an und kann somit in der Kindertherapie wie auch in der Erwachsenenbehandlung von Bedeutung sein.

Vorgestellt werden:

– Familie in Tieren

– Der Schnörkeltest von Winnicott

– TAT (Thematischer Apperceptionstest)

– Der Sceno-Test

Es wäre gut, wenn die Teilnehmer Buntstifte mitbringen

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Einführung in die mentalisierungsbasierte Psychotherapie (MBT)

Freitag 06.04.2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 07.04.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

Im Rahmen einer tiefenpsychologischen (oder auch analytischen) Psychotherapie ist es

notwendig, sich auf die Gruppe der strukturell eingeschränkten Patienten einzustellen. Um diesen gerecht zu werden, stehen uns aktuell drei Behandlungsverfahren zur Verfügung: die PIM (interaktionelle Methode), die TFT (übertragungsfokusierte Therapie) und die jüngste Entwicklung: die mentalisierungsbasierte Therapie. Um letztere soll es in diesem Seminar gehen. Die MBT unterscheidet sich in theoretischem Fokus und Praxis von den beiden anderen Verfahren und ihre Merkmale sollen daher im Kontrast einführend skizziert werden. Weterhin soll ein grundlegendes Verständnis (Kontingenzdeckungsmechanismus/Markierungshypothese) der Theorie vermittelt werden, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der spezifischen Interventionstechnik der MBT! Dies betrifft das „Markieren“, den Umgang mit dysfunktionalen Modi (Äquivalenzmodus, teleologischer Modus und „Als-ob-Modus“) sowie die Bearbeitung von Mentalisierungsbrüchen. Ebenso wird die Übertragungsbeziehung unterschiedlich gehandhabt und soll daher von uns betrachtet werden. Didaktisch sollen Theorieaneignung und Übung miteinander verschränkt werden. Die Rollenspiele dienen dem Zweck sich ein erstes Gespür für die Interventionstechnik zu erarbeiten. Daher werde ich Rollenbeschreibungen vorbereiten, die einen „Übungsraum“ für das Probieren von mentalisierungsbasierten Interventionen herstellen sollen. Alternativ - und wenn passend - können vom TN eigene Fälle im Rollenspiel durchgearbeitet werden. Eine Bereitschaft zum Rollenspiel ist also notwendig.

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Selbsterfahrungsseminar: „Die sieben Schritte zum Glück“

Freitag 27.04.2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 28.04.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Volker Barrabas

In diesem Seminar werden wir uns unter Berücksichtigung des persönlichen „Life Scripts“ anschauen, wie wir mit Glück und Unglück umgehen. Kinder lachen ca. 400-mal am Tag, Erwachsene noch ca. 15-mal. Wie häufig lachst Du noch, bist Du glücklich? Ist unser Umgang mit Glück und Unglück ein konstanter oder können wir ihn verändern? Wie prägen mich mein Charakter, meine Lebenserfahrungen und meine Überzeugungen in der Wahrnehmung und dem emotionalen Umgang mit Glück? Welchen Einfluss hat mein persönliches Glück auf mein therapeutisches Handeln, insbesondere auf die Übertragungsprozesse? Der Zugang zum Thema wird durch Selbsterfahrung erarbeitet und durch theoretischen Input ergänzt. Auf der persönlichen Ebene ist das Seminarziel der Zugang zu emotionalem Wachstum und gegeben falls das Beschreiten erster Veränderungsschritte. Auf der professionellen Ebene werden Übungen, Zugänge und Strategien für den therapeutischen Prozess vorgestellt und erlebt.

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Diagnostik und Therapie der Schlafstörungen

Freitag 04.05.2018 15:00-20:00 Uhr
Dipl.-Psych. Daniel Wilhelm

Wenn man psychisch bedingte Schlafstörungen verstehen will, dann ist es notwendig, eine Vorstellung von gesundem Schlaf zu entwickeln. Daher habe ich das Seminar dreigeteilt. Im ersten Drittel werden wir gesundes Schlafverhalten besprechen, im zweiten Teil dann die Abweichungen - das Pathologische! Diese beiden "Seiten der Medaille" sind wichtig für die Klärung (mit dem Patienten in der Diagnostikphase), welchen Anteil das Schlafverhalten am Problem/Störung hat. Den dritten Teil möchte ich für eine kurze Diskussion über den Zusammenhang zwischen übersteigerter Leistungsorientierung und Schlafverhalten nutzen, da der Blick für selbst hergestellte Störungen geschärft werden soll. Zur Didaktik: "Wir" haben in dem Seminar viel vor, daher soll erst im abschließenden Teil Raum zur Diskussion sein. Vorher geht es um Wissensaufnahme, ich werde daher Fragen nur in Bezug auf den vermittelten Stoff zulassen. Methodisch wird mit Unterrichtsvortrag, Unterrichtsgespräch, Aufgaben (ggfs. Gruppenarbeit) & Auswertung dieser gearbeitet.

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Arbeit mit Ressourcen von Therapeuten und Patienten

Samstag 05.05.2018 09:30-16:30 Uhr
FÄ Birgit Meiler

Nicht nur in der Arbeit mit traumatisierten Patienten, sondern auch in der Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und Depressionen ist das therapeutische Herausarbeiten und Fördern von Ressourcen ein wichtiges therapeutisches Handwerkszeug. Ein guter Zugang zu den eigenen Ressourcen verbessert die Widerstandsfähigkeit und ist insbesondere bei schwerer erkrankten Patienten eine Voraussetzung für die Arbeit an schwierigen und potenziell destabilisierenden Therapieinhalten.

In diesem Seminar werden theoretische, neurobiologische Grundlagen der Resilienzforschung sowie praktische Übungen und Interventionen zur Arbeit mit Ressourcen vermittelt

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Therapie und Diagnostik der somatoformen Störungen

Donnerstag 10.05.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Georg Driesch

Viele körperliche Symptome, appellatives Klagen, häufige Arztbesuche, übermäßige Besorgnis über die körperlichen Beschwerden, Festhalten an körperlichen Symptomen, Enttäuschungen im therapeutischen Kontakt und hartnäckige Ursachenkonzepte gehören zu den Hauptkriterien der somatoformen Störungen. In Hausarztpraxen besteht eine Prävalenz dieser Störung von bis zu 30 %. Nur wenige von ihnen nehmen eine psychotherapeutische Behandlung wahr.
In diesem Seminar – für Anfänger und Fortgeschrittene – werden die diagnostischen Kriterien, die ätiologischen Konzepte und die psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten vermittelt.

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Stationäre Psychotherapie

Freitag 11.05.2018 15:00-20:00 Uhr
Dr. med. Gerhard Paar

Essentials des integrativen BIO-PSYCHO-SOZIALEN MODELLS (Weiner 1983)
Theoretische & empirische Begründungen derzeitiger Psychodynamischer Psychotherapie
Historische und heutige Modelle stationärer Psychotherapie und Psychosomatik,
Versorgungsstrukturen in Deutschland
Modelle integrierter Stationen (Ulmer Modell, Essener Modell, Heidelberger Modell)
Definition, Konzepte, Strukturen stationärer Psychotherapie
Stationäre Psychotherapie als soziales System
Diagnosestellung, Indikation / Kontraindikation für stationäre Behandlung
Expressive-supportive Behandlungstechnik, Befunde der Bindungsforschung
Behandlungsprinzipien: Übertragungs- und Gegenübertragungskonzept, Umgang mit Widerstand, handelnde Inszenierung
Fokaltherapie
Konzepte der analytischen Gruppenpsychotherapie
Berufsgruppen in der stationären Psychotherapie: Voraussetzung für die Zusammenarbeit
Supervision
Stationäre Psychotherapie der Borderline- und strukturellen Ich-Störungen
Lebensstil & Prävention
Behandlungsdauer, Phasenmodelle
Teilstationäre Psychotherapie
Evaluation und Wirksamkeit
Kosten / Nutzen.

Literaturempfehlung:

Manfred E. Beutel, Burkhard Brosig, Uwe Gieler, Frank Leweke, Wolfgang Milch, Christian Reimer.
(2005) Stationäre Kurz- und Langzeitpsychotherapie - Indikationen, Ergebnisse, Prädiktoren.
Zeitschriftfür Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 51:2, 145-162
Dorothea Huber, Claudia Albrecht, Angelika Hautum, Gerhard Henrich, Günther Klug. (2009)
Langzeit Katamnese zur Effektivität einer stationären psychodynamischen Psychotherapie.
Zeitschrift fürPsychosomatische Medizin und Psychotherapie 55:2, 189-199.
Köllner V, Senf W (2010) Stationäre Psychotherapie – Modell für integrative Psychotherapie. Psychother
Im Dialog 11:48–53
Liebherz S, Rabung S (2013) Wirksamkeit psychotherapeutischer Krankenhausbehandlung im
deutschsprachigen Raum: Eine Meta-Analyse. Psychother Psych Med 63:355–364
Janssen, P.L.; Franz, M.; Herzog, T.; Heuft, G.; Paar, G.; Schneider, W. (1999): Psychotherapeutische
Medizin – Standortbestimmung. In: Differenzierung der Versorgung zwischen psychosomatisch
Kranken. Schattauer, Stuttgart
Janssen, Paul (2014) Psychoanalytische Therapie in der Klinik. Gießen, Psychosozial Verlag
Schepank H, Tress W (Hrsg)(1988) Die stationäre Psychotherapie und ihr Rahmen. Springer, Berlin
Psychotherapien in Tageskliniken: Methoden, Konzepte, Strukturen, herausgegeben von Ulrich Schultz
Venrath, Medizinisch-Wissenschaftliche Verlagsgesellschft Berlin:  2011
Uexküll (2016) Psychosomatische Medizin, Kap. 49-51
Zaudig, M. (2004): 50 Jahre Psychosomatisch Krankenhausbehandlung. Z Psychosom Med Psychoth 50:355-375

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Abschluss von Behandlungen

Samstag 12.05.2018 09:30-16:30 Uhr
Prof. Dr. Manfred Heck

Freud benannte als vorrangiges Ziel psychoanalytischer Therapie die Wiederherstellung der Arbeits- und Genussfähigkeit. Im Seminar wird die Frage behandelt, inwieweit dieses Ziel gerade im Rahmen tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie in Kooperation mit den Patienten und Patientinnen jeweils weiterer Konkretisierung und Spezifizierung bedarf. Zudem sind nicht nur auf der Patientenseite, sondern auch auf der Behandlerseite mit einer Psychotherapie zuweilen Erwartungen und Hoffnungen verbunden,  die durch den psychotherapeutischen Prozess aus Sicht der Beteiligten nur unzureichend oder gar nicht eingelöst werden. Dies kann zuweilen zu erheblichen Komplikationen in der Psychotherapeut-Patient-Beziehung führen. Im Seminar sollen, möglichst ausgehend von Erfahrungen und/oder eingebrachten Fällen der Teilnehmer, Orientierungen vermittelt werden, welche einer professionellen Ausgestaltung psychotherapeutischer Prozesssteuerung und insbesondere der Beendigung psychotherapeutischer Behandlungen dienlich sein können.

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Blockseminar: Schreibwerkstatt: Biographische Anamnese – depressiver Grundkonflikt - Psychodynamik

Freitag 18.05.2018 15:00-20:00 Uhr, Samstag 19.05.2018 09:30-16:30 Uhr
und Sonntag 20.05.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. phil. Margot Götte-El Fartoukh

Ziel dieses Seminars ist es, das Kernstück des tiefenpsychologischen Berichts an den Gutachter, nämlich die biographische Anamnese und die Psychodynamik zu verfassen. Sinngemäß können die hier erarbeiteten Inhalte natürlich auch auf das Verfassen von Abschlussberichten im stationären Setting übertragen werden. Als ein möglicher Ansatz um Verständnis der Psychodynamik wird zudem der depressive Grundkonflikt vorgestellt.

Das vorliegende Seminar legt neben der Wissensvermittlung einen Schwerpunkt auf das Schreiben an eigenen Texten. Für die Teilnahme ist es daher zwingend erforderlich, zwei eigene vorbereitete Patientenbeispiele mitzubringen. Sie erhalten dafür vom LPP ca. 14 Tage vor Seminarbeginn Fragebögen, die Sie vor der Seminarteilnahme bearbeitet haben bzw. von Ihren Patienten ausfüllen lassen müssen, um in der Schreibwerkstatt mitarbeiten zu können.

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Vertiefte Traumarbeit Die Traumarbeit als „Königsweg zum Unbewußten“(Freud).

Freitag 25.05.2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 26.05.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. et. Theol. Eva-Maria Einig

Die Arbeit mit Träumen im therapeutischen Kontext der psychodynamischen Psychotherapie

Anhand von verschiedenen Fallvignetten und Patiententräumen werden die Grundprinzipien der Traumarbeit vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Dabei wird sowohl die Möglichkeit zur Diagnostik anhand von Träumen, als auch die konkrete Arbeit mit den Patientinnen und Patienten am Traummaterial dargestellt und gemeinsam erarbeitet.
Dabei sind ausdrücklich auch eigene Träume und Fallvignetten aus Ihren Behandlungen erwünscht. 

Literatur: J. Starobinski, I.Grubrich-Simitis, M. Solms: Hundert Jahre „Traumdeutung von Sigmund Freud“. Sonderausgabe Fünfzig Jahre DGPT, Fischer 1999.

Weitere Literatur im Seminar.

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Einführung in die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik OPD-II:

Freitag 01.06.2018 15:00-20:00 Uhr und Samstag 02.06.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Marco Wrenger

Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) stellt ein valides, reliables und mittlerweile breitflächig angewandtes Instrument zur psychodynamischen Diagnostik dar und ergänzt die phänomenologischen Klassifikationssysteme psychischer Störungen (ICD-10 und DSM) um für die psychodynamische Betrachtungsweise unverzichtbare Aspekte. Auf insgesamt vier Achsen beschreibt die OPD-2 Krankheits- und Behandlungsvoraussetzungen, dysfunktionale Beziehungsmuster, neurotische Konflikte und die Integrität der psychischen Struktur anhand operationalisierter Kriterien, geleitet durch ein Manual. Grundlage für die Diagnostik ist ein spezifisches Interview mit dem Patienten/ der Patientin.  Die Erkenntnisse der OPD-2 lassen sich für die Diagnostik, die Behandlungsplanung und die Verlaufsevaluation einsetzen. Zudem bietet die OPD-2 viele Möglichkeiten hinsichtlich der Antragsstellung im Rahmen der Richtlinientherapie oder im Rahmen von Begutachtungen.
Das Seminar bietet am Freitag eine grundlegende Einführung in die Achsen der OPD-2 und die Anwendung des Manuals. Am Samstag erfolgt eine Vertiefung und Anwendungsübung anhand eines Patienteninterviews auf Video.
Neueinsteiger müssen am Freitag teilnehmen, um am Samstag dem Anwendungsbeispiel folgen zu können. TeilnehmerInnen, die bereits im letzten Jahr eine Einführung in die OPD-2 erhalten haben, können auch ausschließlich  den Samstagstermin wahrnehmen.
Der Dozent ist Mitglied des Arbeitskreises OPD und Trainer und Supervisor für die OPD-2. Arbeitsgrundlage ist das OPD-2 Manual (Huber-Verlag). TeilnehmerInnen, die das Manual nicht besitzen, können dennoch teilnehmen, Arbeitsmaterialien werden zur Verfügung gestellt.

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Geschlechtsspezifische Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung

Montag 11.06.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

Wenn die Differenz der Geschlechter verhandelt wird, ist es das Unbewusste, welches spricht“ L.Irigaray

Innerhalb dieses Seminares wollen wir das patriarchale Fundament der Psychoanalyse beleuchten und einige blinde Flecken innerhalb dieses Diskurses aufdecken, betrachten und diskutieren. Der Schwerpunkt liegt auf der von Christa Rhode -Dachser ausgearbeiteten Kritik klassisch psychoanalytischer Weiblichkeitskonstruktionen. Ein Augenmerk liegt auf der Analyse von unbewussten Phantasien und Mythenbildung entlang der Geschlechterdifferenz. Dabei leitet die Autorin patriarchale Mythenbildungen in Bezug auf den Ödipuskomplex und den Penisneid herraus. Ebenfalls wollen wir uns Gedanken machen, welche praxeologischen Implikationen aus den jeweiligen Sichtweisen erwachsen.

Besonders zu empfehlen sind die zwei Bücher von Christa Rhode Dachser : „Im Schatten des Kirschenbaumes“ und „Expedition in den dunklen Kontinent.“ Den SeminarteilnehmerInnen wird rechtzeitig vor Seminarbeginn der zu behandelnde Text zugestellt.

Theorie /Praxis ca. 50/50

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Paartherapie

Dienstag 12.06.2018 09:30-16:30 Uhr
Dipl.-Psych. Stefanie Rothenstein

Einführung in die Theorie und Praxis der emotionsfokussierten Paartherapie

  • Die Prinzipien der EFT- Paartherapie sollen in diesem Seminar vorgestellt werden. Der Fokus liegt bei der EFT- Paartherapie sehr konsequent auf den Emotionen. Das erste Ziel besteht darin die emotionalen Reaktionen der Partner, welche in ihren oftmals starren Interaktionen zu Grunde liegen, zu erschließen. Dann geht es darum diese Muster dem Erleben der jeweiligen Partner zur Verfügung zu stellen und die gegenseitige Zugänglichkeit und Reaktionsfähigkeit der Partner zu verbessern.
  • Der Ansatz basiert auf der Grundlage der Bindungsforschung, der systemischen Therapie und der Emotionsforschung. Der Therapeut ist Prozessbegleiter und sozusagen Choreograph, der Paaren hilft, den Tanz ihrer Beziehung umzustrukturieren. Die Gegenwart hat hierbei primäre Bedeutung! Der Fokus liegt auf der Hier-und Jetzt-Reaktion der Partner. Wobei innere Erlebnisse sowie Bewegung und Gegenbewegung der Interaktion verfolgt und elaboriert werden.

Teilnehmerbegrenzung 16 Theorie Praxis 50/50

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Diagnostik und Therapie der Sexuellen Funktionsstörung

Mittwoch 13.06.2018 09:30-16:30 Uhr
FÄ Hildegard Stienen

Eine als befriedigend erlebte Sexualität macht einen wichtigen Teil der Lebensqualität aus. Gleichzeitig gehören sexuelle Probleme zu den häufigsten psychischen Problemen. Nach einer Beschreibung von sexuellen Störungen und ihren Ursachen werden diagnostische Verfahren, Behandlungskonzepte und -methoden für die Arbeit mit Frauen, Männern und Paaren praxisnah beschrieben. Der Schwerpunkt wird auf der Therapie sexueller Funktionsstörungen mit einem integrativen Behandlungsansatz liegen. Behandlungstechniken entsprechend der Ausbildung der Referentin in Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter und systemischer Therapie werden vorgestellt. Das Seminar soll Mut machen, der Therapie sexueller Störungen einen größeren Platz in der psychotherapeutischen Versorgung einzuräumen.

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Ätiologie Teil I – III

Donnerstag 14.06.2018 09:30-16:30 Uhr,
Freitag 15.06.2018 09:30-16:30 Uhr und
Samstag 16.06.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Georg Driesch

Es ist ein Allgemeinplatz in der Medizin und Psychotherapie, dass die Diagnostik der Therapie vorangehen sollte. In der Richtlinienpsychotherapie sind hierfür die sogenannten 5 probatorischen Sitzungen vorgesehen. Aber was soll hier erfasst werden? Was ist für die anschließende Therapie relevant? Welche historischen Überlegungen gibt es hierzu und was ist der aktuelle Stand der psychodynamischen Diagnostik? Von S. Freud`s (1913) „Zur Einleitung der Behandlung“ bis zu Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD, 2006) sollen unterschiedliche Theorien zur Diagnostik und Therapieplanung in der Psychotherapie vorgestellt werden. Das zweitätige Seminar sollte komplett besucht werden und wird den Einsteigern in die tiefenpsychologische Psychotherapie dringend empfohlen. Es eignet sich auch als Refresher-Kurs für Fortgeschrittene.

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Kasuistik

Samstag 30.06.2018 09:30-16:30 Uhr
Dr. med. Christian. Stock

Hierbei handelt es sich um ein intensives Fallseminar. Sie bringen Ihre persönlichen („kniffligen“) Behandlungsfälle mit und wir explorieren zusammen: Die Diagnosen (körperlich und seelisch), den psychopathologischen Befund,  die verschiedenen Therapiephasen, den Beziehungsaufbau, die Interaktion (Übertragung/Gegenübertragung), Therapieziele (beruflich und privat), die Systemik des familiären Umfeldes, Probleme im Job, Therapievoraussetzungen (schlechte und gute), eine Therapieprognose, den Antrag, den Behandlungsbericht, Entlassungsbriefe, Stellungnahmen an Kostenträger, Widerstand und Abwehr, Interventionstechniken (klären, deuten, konfrontieren), die Struktur des Patienten und sein Strukturniveau, und vieles, vieles mehr. Wir bemühen uns gemeinsam, ähnlich einer Supervision, in die Tiefe der jeweiligen Fälle einzutauchen und Behandlungsimpulse für die Weiterbehandlung zu geben.

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